Juristen gibts halt auch wie Sand am Meer. Meine Freundin kommt aus einer Juristen-Familie und ich kann daher nur sagen, dass Traumjobs in der Branche echt selten sind. Notare ham ne tolle Arbeit, klar. Aber da muss man wirklich Dusel haben. Die gut bezahlten Juristen sind meist die, die dann auch 50+ hrs pro Woche arbeiten.
Ansonsten würd ich dir als alter AWOist raten: geh nicht in die Sozialbranche. Da musst du bereit sein wirklich viel aufzugeben. Kohle und Anerkennung gibts dafür keine - mit viel Glück findest du nen tollen Arbeitgeber. Da darf ich ganz uneigenützig auf die AWO verweisen - Vereine und die freie Wohlfahrt sind wesentlich besser als privatwirtschaftliche geführte Firmen mit knallharten Budgets. Wir können im Bezirk auch "0 auf 0" Projekte betreiben, denn bei uns entscheidet ein ehrenamtlicher Vorstand. Jede Firma wird sowas direkt dichtmachen. Dasselbe gilt für Querfinanzierungen. Und gerade das sind Flüchtlingsprojekte - da gibts oft keine öffentlichen Gelder für.
Alles in Allem muss du wissen wie wichtig dir eine sinnvolle Arbeit ist. Klar, es gibt wenig Jobs die so befriedigend und so wichtig sind. Aber reich wirst du damit nicht - im Gegenteil, du arbeitest wie verrückt und bekommst nen Hungerlohn
So oder so: auf keinen Fall das Studium abbrechen! Sozialprojekte sind in aller Regel zeitlich begrenzt. Das ist bei Nazi-Aussteiger-Projekten genauso wie Flüchtlingsarbeit

Und es passiert nicht selten, dass plötzlich Budgets der Länder und des Bundes sich verändern. Wir hatten hier ein Projekt, das wurde innerhalb von 3 Monaten eingestampft. Davon warn 3 Vollzeitstellen und 1 Teilzeitstelle betroffen. Da spielt viel Politik mit rein