Dies ist ein Archivforum. Die Registrierung neuer Benutzer ist deaktiviert. Es können weder neue Beiträge geschrieben werden, noch ist es erwünscht, Änderungen vorzunehmen.
Das astorische Forum ist unter https://us.astor.ws erreichbar.
Zitat
LT: Monsier Laval, zurzeit geht es ja wieder heiß her in der astorischen Politik und es kommt vermehr zu größeren Überraschungen. Ein klarer Fall einer solchen ist ihre Ernennung einer Republikanerin zu ihrer Bildungsministerin. Gerade deswegen, weil ja Bildung ein Kern-Thema der Demokraten ist und das Bildungssystem von Freeland sehr etatistisch ist, wie passt hier eine Republikanerin rein? Ist das ein politischer Kuhhandel?
GL: Warum die Presse immer die niedrigsten Motive unterstellen muss. Ich bin hier ja nicht auf der Jagd nach einer Story. (schmunzelt) Es ist ganz einfach so, dass ich in Unterredungen mit Madame Charmoise festgestellt habe, dass sie eine engagierte aufstrebende Politikerin ist. Da interessiert mich nicht die Partei zuallererst. Es mag zwar in der Demokratischen Union üblich sein, dass man Ämter nur mit Parteibuch bekommt oder deswegen eher erhält, in Astor zählt die Leistung bzw. die Bewerbung für ein solches Amt. Das ist der Hintergrund meiner Ernennung. Madame Charmoise als Ministerin und ich als Governor sind quasi in einem klassischen Arbeitsverhältnis, sie ist Teil meiner Regierung und wir werden eine Arbeitsgrundlage finden, auf der wir etwas bewirken, das sind nicht immer großartig kontroverse politische Entscheidungen. Es ist daher ganz natürlich, dass Menschen mit unterschiedlichen Meinungen zusammenarbeiten. Ich verlange ja auch nicht von allen meinen Staatsbeamten, dass sie z.B. für die Legalisierung von aktiver Sterbehilfe sind. Meine Entscheidung war eine richtige und wird zu einem weiteren Fortschritt in Freeland führen. Wetten wir?
LT: Aber es lässt doch den von Teilen der SCU zu, dass sich die Republikaner und Demokraten als große Volksparteien der Mitte bis zur Grenzverwischung annährend. Gerade in einem Blue State wie Freeland ist so eine Entwicklung doch ein klares Zeichen, oder etwa nicht?
GL: Das ist wie ich bereits öffentlich geäußert habe eine völlig idiotische Behauptung. Klar sind die Demokraten und Republikaner große Volksparteien der Mitte und decken, damit ein weites Spektrum ab. So haben wir ja nicht nur Libertäre wie meine Enkelin, sondern auch bereits Mitglieder ehemaliger kommunistischer Parteien wie Monsieur Lovestone in unserer Partei. Natürlich gibt es am rechten Rand der Demokraten einzelne inhaltliche Überschneidungen mit republikanischen Positionen und vice versa. Wer aber so wie die SCU, die selbst nur Wald-und-Wiesen-Themen in so verwaschener Weise äußert, dass man das gar nicht mehr Position nennen kann, der sollte sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen.
LT: Können Sie diesen Vorwurf konkretisieren?
GL: Natürlich, Beispiel Tierschutz. Natürlich sind wir alle für Tiere, Bäume und eine frische Luft, so zu tun als wäre das und Gewäsch gegen Bürokratieabbau eine sinnvolle inhaltliche Positionierung ist halt Augenauswischerei und hier lügt sich eine Partei halt selbst an. Und sie lügt auch den Wähler an. Beste Beispiel ist dieser unsägliche Mr. Ford, der sich in die Öffentlichkeit hinstellt und behauptet ich wäre ein Libertärer.
LT: Aber es stimmt doch, dass sich die Republikaner und Demokraten oft sehr einig sind.
GL: Ja und? Meine Enkelin stimmte auch oft genug Teilen der Vargaschen Außenpolitik zu, ist sie nun eine Sozial-Konservative? Ich denke nicht. Es ist doch absurd zu tun, als hätten die politischen Positionen der Squirrels (Anmerkung der Redaktion: Labour-Flügel der Demokratischen Partei) und der konservativen Teile der GOP einen Platz nebeneinander, nur wenn sie sich darin einig sind, dass die aktuelle Administration einen absolut unfähigen Juristen als Berater hat. (lacht) Sie sehen worauf ich hinaus will.
LT: Aber durch das augesprägte Fraktionswesen der Demokraten kommt es schon zur politischen Verwässerung?
GL: Ach tut es das? Also ich finde das völlig legitim und sogar sinnvoll. Große Volksparteien brauchen einen Streit der Ideen, aus dieser Tradition enstand ja auch mal eine Kultur der Vorwahlen. Aus These, Anti-These wird auf einer höheren ebene Synthese. Eine Art organisatorischer sokratischer Dialog. Das führt zur Abgrenzung und Schärfung. Wer einem Parteiprogramm unbedingt-gehorsame Mitglieder will, der bekommt unbedingt-gehorsame Idioten, das sei der SCU ins Stammbuch geschrieben.
(das Interview setzt mit kommunalpolitischen Themen fort)
Benutzerinformationen überspringen
Demokrat im Senat für Freeland, Speaker of the State Assembly of Freeland
Zitat
Bezugnehmend auf seine Kandidatur als Senator erklärt Governor Georges Laval gegenüber den Medien, dass er von dieser "zurücktrete" und alle Wählerinnen und Wähler Freelands dazu aufruft, seinen Gegenkandidaten zu wählen. Dies hat den folgenden Grund, dass beim Governor bei einer Routineuntersuchung ein Geschwür diagnostiziert wurde, dessen Malignität bis heute noch nicht eindeutig geklärt werden konnte. Für den Fall, dass es sich um ein Karzinom handele, müsse Laval jedenfalls von seinem Amt zurücktreten, deshalb wäre es eine Farce seine Kandidatur aufrecht zu erhalten und unfair der Bevölkerung Freelands gegenüber, wenn zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar sei, ob er dieses Amt auch ausüben könne.
Zitat
Es wird mitgeteilt, dass das Geschwür gutartig ist, aber trotzdem eine OP erforderlich ist, die den Governor ein paar Tage von den Amtsgeschäften noch fernhalten wird.
Forensoftware: Burning Board®, entwickelt von WoltLab® GmbH
Forum online seit 18 Jahren, 11 Monaten, 25 Tagen und 9 Stunden