Die Aussage, dass Geld glücklich macht, stimmt so allgemein formuliert nach meiner Erfahrung nicht. Es gibt eine Untergrenze, die man überschreiten muss, sonst ist man wegen des Geldmangels ständig im Unglück. Dann gbt es aber auch eine Obergrenze, die, wenn man sie überschreitet, unglücklich macht. Diese Obergrenze ist schon bei einigen Millionen. Ich kenne viele reiche Leute, aber ich kenne nur sehr wenige, die damit glücklich sind. Weil sie ständig noch mehr wollen und der andere mehr hat und sie Angst haben, etwas zu verlieren. Die Figur des Dagobert Duck hat schon was. Von den vielen Wohlstandsverwahrlosten Kindern gar nicht zu sprechen.
Im Übrigen mag zwar ein Notar gut verdienen, aber das können andere auch. Insbesondere Handwerker mit eigenen Firmen verdienen schnell mehr. Geld ist nicht das Mass der Dinge.
In der Funktion eines Familienversorgers zu sein und nur seine eigenen beruflichen Interessen statt das Familienwohl im Auge zu haben, halte ich allerdings für egoistisch und grenzwertig. Wenn die Familie dabei wenigstens Geld bekommt - okay, aber wenn die Familie dann noch auf Schmalhans gesetzt wird, ist eine Scheidung mit anschliessender Einzimmerwohnung für den Mann bis das letzte Kind fertig studiert hat, im Bereich hoher Wahrscheinlichkeit.